Presseaussendung LKA Oberösterreich und Salzburg
.
82 Einbrüche geklärt:
1.400.000 Euro Schaden
.
Am 16. Februar 2012 gegen 19 Uhr wurde die Polizei von einer Hausbesitzerin aus Krispl (Bezirk Hallein) über Notruf verständigt, dass soeben durch einen unbekannten Täter in ihr Wohnhaus eingebrochen wurde.
Der Täter wurde von ihr überrascht und konnte flüchten. Gestohlen wurde Gold-und Silberschmuck von damals unbekanntem Wert.
Im Zuge der Fahndung teilte ein Passant den Polizisten mit, dass ihm in der Nähe des Tatortes ein weißer VW Golf aufgefallen sei. Da bekannt war, dass gleiche Beobachtungen bei Wohnhauseinbrüchen in Koppl (Bezirk Flachgau) und Scheffau (Bezirk Hallein) gemacht wurden, wurden Ermittlungen dahingehend angestellt.
Von den Beamten konnte das Auto wahrgenommen und angehalten werden. Am Steuer saß eine 21-jährige Österreicherin. Da ein Zusammenhang mit der Tat hergestellt werden konnte, wurde sie vorläufig festgenommen.
Bei der Einvernahme gab sie an, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um ihren aus dem Kosovo stammenden, 22-jährigen Ehemann handelt. Sie habe ihn im Jahr 2010 in Salzburg kennengelernt und kurz darauf im Kosovo geheiratet. In der Folge zogen sie im Jahr 2010 nach Ried im Innkreis.
Den Lebensunterhalt verdiene ihr Ehemann durch die Begehung von Einbruchsdiebstählen in Wohnhäuser. Laut ihren Angaben ging er im Zeitraum von Ende Oktober bis März mindestens an vier Tagen in der Woche in der Dämmerungszeit von zuhause weg und kam mit zahlreichen Gegenständen, z.B. wie Schmuck, Uhren, Digicams, Laptops und Bargeld zurück.
Sie sagte, er gab ihr gegenüber auch an, dass sein Beruf “Einbrecher” sei.
Ein kleiner Teil der Beute, hauptsächlich Münzen, wurde verkauft, ein Teil zuhause versteckt und der Großteil in die Heimat des Beschuldigten verbracht, wo er sich damit eine Existenz aufzubauen versucht.
Die Einbruchsdiebstähle verübte er hauptsächlich vermutlich mit einem mazedonischen Staatsangehörigen und anderen noch unbekannten Mittätern. In weiterer Folge zogen der 22-jährige Beschuldigte und seine Ehefrau nach Klagenfurt und anschließend in eine Flachgauer Gemeinde.
Bei Haudurchsuchungen konnten in den Wohnungen in Klagenfurt und im Flachgau zahlreiche Schmuckstücke, Uhren, Digicams und Laptops sichergestellt werden.
Bis dato konnten 82 Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser in der Stadt Salzburg, Salzburg Umgebung, Hallein und St. Johann im Pongau sowie Wohnhauseinbruchsdiebstählen in OÖ, in den Bezirken Ried im Innkreis, Schärding, Wels und Wels Land, Linz-Land, Braunau und Vöcklabruck geklärt werden.
Die Einbruchsdiebstähle konnten auch durch die Auswertung von DNA-Spuren des Beschuldigten bzw. durch die Zuordnung von sichergestelltem Diebesgut nachgewiesen werden.
Die bislang errechnete Schadenssumme beträgt ca. 1.400.000 Euro.
Die Ehefrau des Beschuldigten hat bei den letzten Einbruchsdiebstählen als Fahrerin fungiert. Sie wurde von ihm dazu genötigt und auch gefährlich bedroht, falls sie sich weigere, so die Aussage der Frau.
Zahlreiche sichergestellte Schmuckstücke konnten noch nicht zugeordnet werden.
Der Beschuldigte ist flüchtig.
Eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Salzburg ist ergangen.

























